Stimmen - Fortsetzung

Wo wir jetzt bereits zu dem Schluss gelangt sind, das dies alles hier, der gesamte Moment nicht real ist, und auch wir darin nur Erfindung sind; Sollten wir uns da nicht die gleiche Frage ebenso auch noch mal in Bezug auf den Autor stellen? schlägt eine der Stimmen vor. . .

Ach das hatten wir doch schon einmal, widerspricht gleich darauf eine zweite. Eine dritte Stimme seufzt: Bitte nicht, nicht schon wieder. . .

Warum eigentlich nicht?  Denn was wissen wir schon Genaues? . . . Vielleicht schreibt ja in Wirklichkeit jemand Anderes hier unter Pseudonym, jemand ganz Bekanntes. Zumindest stand so was gerade unlängst im Netz. . . Hab ich auch irgendwas von gelesen. . . Aber das hat sich danach doch als Irrtum erwiesen. . .

Vielleicht sind`s ja tatsächlich auch mehrere Autoren, die gemeinsam hier schreiben. . .

Zumindest würde das wenigstens die vielen Sprünge im Text und die immer wieder abreißenden Erzählfäden innerhalb der Geschichte erklären, erwidert eine andere Stimme daraufhin leicht gequält. Und fügt missmutig noch hinzu: und die mitunter doch eher wechselhafte Qualität der einzelnen Kapitel. . .

So etwas nennt man auch kollaboratives Schreiben, ich meine, wenn verschiedene Autoren gemeinsam im Netz einen Text schreiben, ergänzt dazu eine weitere Stimme . . . Und die jeweiligen Autorinnen und Autoren dabei nennt man Kollaborateure, antwortet ihr gleich darauf eine andere . . . Witzbold! Wirklich komisch . . . hihi . . .

Vielleicht sollte man das Ganze eher in einem übertragenen Sinne auffassen und betrachten, schlägt eine andere Stimme vor, Denkt doch mal nach: Ein Autor, der in seinem Inneren Stimmen hört . . .

Du glaubst?. . . Ich fürchte, ja. Eine Form von Persönlichkeitsspaltung vielleicht . . .Oder auch von multipler Persönlichkeit. . . Hm, schon verrückt . . . hihihi. . .

Ich aber denke bei alledem im Moment weniger an die Stimmen des Chors im antiken Theater, wie ich es kürzlich in einem Kommentar einer Leserin zum Roman las, eher schon an die Muppets-Show. . .

Einen Augenblick über herrscht Stille.

Doch dann setzt das Gespräch wieder ein. Es sind wieder die einzelnen beiden Stimmen, die sprechen. . .

Gar nicht hin hören. . . läßt sich eine der beiden vernehmen. . .

Nein. . .

Und nun? . . . Nun, ich denke mal, es ist allmählich Zeit, das Ruder einfach selbst in die Hand zu nehmen. . . Du meinst?. . . Ja. Die Geschichte von diesem Punkt an selber weiter erzählen. . .

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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 7. April 2010 um 16:41 | Permanent-Link

    “Sollten wir uns da nicht die gleiche Frage ebenso auch noch mal in Bezug auf den Autor stellen?” Gelungene Erweiterung der Erzählerperspektive. Toll!

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